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Peter Hammill: Tears in Time besprochen auf Echoes and Dust

Peter Hammill

Progressive-Rock-Veteran Peter Hammill (Van der Graaf Generator) veröffentlicht am 25. September sein erstes Soloalbum seit fünf Jahren, Tears in Time, über Esoteric Antenna (Cherry Red). Echoes-and-Dust-Rezensent Zachary Nathanson bezeichnet die Platte als "nachdenkliche Meditation über Erinnerung, Verlust, Ausdauer und Erneuerung".

Elf Stücke stammen aus Aufnahmen in seinem Terra-Incognita-Studio zwischen 1991 und 2026. Der Opener "For a Rainy Day" versetzt sofort in die In-Camera-Ära — gezackte Gitarren, schwermütiges Klavier, vielstimmige Vokalarrangements. "The Wheels" trifft mit dramatischen Streicherarrangements und nahöstlichen Anklängen, Hammill reflektiert über die Täuschung der Erinnerung. "Heavy Weather" — die Vorabsingle mit offiziellem Video — schwenkt in New-Wave-Gefilde: elektronische Drums, schimmernde Keyboards, Gesang mit Allen-Ginsberg-Intensität.

"Angle of the Curve" greift zur akustischen Gitarre, erinnert an King Crimsons "Peace – A Theme", bevor es in die sanfte Rhodes-Eleganz von "So Much Water" übergeht. Ambiente Texturen in "Tabula Rasa" entwickeln sich zu Post-Punk-Rhythmen einer Stadt am Rande des Zusammenbruchs. "Oh the End" und "Red Flags (In the Sunset)" wechseln zwischen zarter Klavierballade und dem wilden Rikki-Nadir-Alter-Ego. Der Abschluss "And When He Ran" bietet stille Annahme — Kindheit, Zeitlauf, Frieden nach dem Sturm.

Hammill bleibt auch Jahrzehnte tief in seiner Karriere unangepasst: Tears in Time ist nicht einfach ein weiteres Kapitel, sondern Zeugnis eines kreativen Geistes, der sich nicht zur Ruhe setzen will. Das Album ist auf CD und Vinyl vorbestellbar über Cherry Red und Bandcamp.

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