Hibushibire: Phantom Fuzzy Exotica auf Echoes and Dust besprochen

Das japanische Psychedelic-Quintett Hibushibire veröffentlichte sein fünftes Album Phantom Fuzzy Exotica am 28. August über Riot Season Records. Drei Jahre nach Freakout Orgasm! schärft die Platte die Kollision aus Garage-Drive, kosmischem Jam-Ausbruch und freakout-gitarristischer Radikalität, die die Band seit ihren frühen Auftritten an der Seite von Acid Mothers Temple in der Kansai-Szene prägt.
David Bowes nennt es in seiner Rezension für Echoes and Dust das bislang vollständigste und ausgereifteste Werk der Gruppe. Er hebt changchangs Gitarrenspiel hervor — zwischen treibenden Garage-Rhythmen und sengenden, die Bünde malträtierenden Leads changierend — und Tetsuji Toyodas insistierenden Bass als zeitloses Rückgrat. 'Minagoroshi Western' baut eine Desperado-Spannung durch schwindelerregende Loops auf, bis alles in sich zusammenfällt; 'Daydream Rendezvous' treibt als nebliges Sommer-Psych-Stück mit Aoi Hamas verspieltem Schlagzeug und einem bluesigen Lead-Break. Am ehrgeizigsten ist die Neuinterpretation des mittelalterlichen okzitanischen Lieds 'Ai Vist Lo Lop', das von einer gespenstischen pastoralen Vokalstimme in eine verzerrte, lodernde Explosion aus Farbe und Wucht kippt.
Die Besprechung stellt fest, dass Hibushibire den Acid-Mothers-Temple-Schatten längst verlassen und durch konsequente Studioarbeit und eine auf ihrer jüngsten Europatour bestätigte Live-Reputation eine eigenständige Stimme gefunden haben. Phantom Fuzzy Exotica liegt als Vinyl und Digital über Riot Season vor.



