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Iron Jinn: The Obelisk rezensiert Zeitgeist on the Run

Iron Jinn

Das niederländische Dark-Prog-Quintett Iron Jinn hat auf The Obelisk eine Besprechung seines zweiten Albums Zeitgeist on the Run erhalten. Die Rezension von JJ Koczan vom 23. September 2026 widmet sich dem siebenspurigen, 66-minütigen Doppelalbum, das am 18. September über Suburban Records erschien.

Aufgenommen von Pieter Kloos (Motorpsycho, The Devil's Blood, DOOL) in einem ehemaligen Tanzstudio, markiert die Platte die Erweiterung der Band vom Trio zum Quintett mit Bassist Gerben Bielderman und Keyboarder Jarno van Es, der 2024 bei Roadburn mit Iron Jinn debütierte. Die neue Besetzung verschiebt das Klangbild in Richtung kinematografischer Atmosphäre und melodischer Tiefe, während die Gitarren einen dunkel-progressiven Sound erkunden, der Opeth, Motorpsycho und The Devil's Blood evoziert, ohne sie zu kopieren.

Koczan folgt dem Bogen vom 9-minütigen Opener "Sayonara" über das goth-farbene "The Glass Wall", das seitenlange "Residuum Strut" bis zum 18-minütigen Abschluss "The Futurist" — einem langsamen Weltbau, der die ruhelose Rhythmik und den dramatischen Horizont des Albums zusammenfasst. Er hebt hervor, dass hier keine kultische Ritualästhetik herrscht; die Band verfolgt stattdessen ihren eigenen klanglichen Rahmen mit ausgeklügelter Dramaturgie hinter den Langstrecken. Das Artwork von Louise te Poele führt die visuelle Linie des Debüts fort.

Die Vorabsingle "The Futurist" erschien im April 2026 als Lyric-Video. Zeitgeist on the Run liegt als schwarzes Doppelvinyl und in limitierter "Dracula"-Farbpressung über Suburban Records und Bandcamp vor.

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